Das endgültige Ende der Abrechnung nach Zeit
18.02.2026Im Beitrag Warum ist eine Abrechnung nach Zeit nicht mehr zeitgemäß? habe ich drei Gründe angeführt, warum die Zeitabrechnung aus der Zeit gefallen ist. Bei den abrechnungsorientierten Leistungen gelten diese 3 Argumente schon seit Beginn der Automatisierung.
Die derzeitigen technologischen Entwickungen rund um die KI besiegeln nun ihr endgültiges Ende. Eben auch bei den wissensorientierten Leistungen.
Bei einer fachlichen Anfrage eines Klienten sollten sie beim Klienten zuerst nachfragen, ob er bereits die KI gefragt hat. Übrigens, das kann man oft schon anhand der Anfragenstellung erkennen ...
Sollte der Klient bejahen, dass er bereits die KI gefragt hat, dann ist Ihre Frage " ... und wie haben Sie die KI gefragt?". Daraufhin gilt es zu klären, welche Erwartungen der Klient an Sie nun hat. Braucht er Hilfe beim richtigen fragen der KI (den richtigen Prompt setzen), oder will er eine verlässliche Aussage zum Ergebnis der KI Ihrerseits?
Vielleicht stellen Sie sich jetzt auch die Frage, wie diese Situation in einer Welt der Zeitabrechnung sinnvoll für Sie zu lösen ist. Ich denke, dass fast jede andere Honoramethode zielführender ist.
- Fixhonorar
- Fixhonorar mit Modulen/Phasen
- Werthonorar mit oder ohne Fixbestandteil
- Erfolgshonorar mit Fixbestandteil
- Performance Honorar
- Outside-In-Honorar
Mehr dazu bei den Honorardays|26.
Ich freue mich auf einen regen Austausch dazu hier im Blog.
Zuerst möchte ich mich bei allen Freunden, Kollegen, Wegbegleitern und Kunden für die unglaublichen Begegnungen und Erlebnisse während der letzten mehr als 40 Jahre in der Steuerberatung bedanken.
In dieser Zeit brachten mich geschätzte 1 Million Kilometer an beruflichen Reisen an unzählige Orte im deutschsprachigen Raum; aber auch außerhalb von Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol.
Das Jahr 2026 wird für mich das letzte Jahr "on Tour" sein. Ab dem Jahr 2027 stehe ich allen an erfolgreichem Kanzleimanagement interessierten Kollegen weiterhin zur Verfügung. Allerdings mit der Besonderheit, dass die Coachings, Strategie-Meetings, Führungskräftetrainings, Team-Workshops etc. nur noch in Tirol stattfinden werden. Das bedeutet, dass die öffentlichen Veranstaltungen im Jahr 2026 "final Editions" sind, und in dieser Form nur noch 2026 angeboten werden.
Ich freue mich auf alle Begegnungen im Jahr 2026 mit Ihnen - wo auch immer sie stattfinden werden ... und freue mich natürlich auch, wenn ich Ihnen ab dem Jahr 2027 in Tirol bei der Erreichung Ihrer Ziele kräftige Impulse geben kann.
Seit gut einem Jahr ist Private Equity in der Branche ein - durchaus kontroversielles - Thema. Die Medien berichten laufend von Investoren in den größeren bzw. großen Gesellschaften. In anderen Ländern haben sich Finanzinvestoren in der StB/WP-Branche längst etabliert.
Ein lesenswerter Beitrag zum Einstieg ins Thema Private Equity ist "To PE, or not to PE, is that the question" in der Juni 2025-Ausgabe von Accounting Today.
Sehr gerne können wir hier im Blog Meinungen austauschen, Fragen klären, Erfahrungen weitergeben, Pros und Cons darstellen.
Ich freue mich darauf.
Wünsche für 2024
05.12.2023Was ist aus Ihrer Sicht das Allerwichtigste für die erfolgreiche Kanzleientwicklung im Jahr 2024?
15 Sekunden innehalten, nachdenken und kurz und bündig in den Blog schreiben. Je mehr Kollegen sich beteiligen, desto größer wird die Aussagekraft.
Danke schon vorweg für Ihre Wünsche!
10 Gedanken zur Zielfindung
- Ohne Ziele läuft Management ins Leere!
- Private Ziele haben eine extrem hohe Bedeutung!
- Eigentlich gebe ich es nicht gerne zu, aber…“ so erhält man die tatsächlichen Ziele ...
- Zielfindung in einer Gruppe ist nicht unbedingt ein demokratischer Prozess.
- Ein Entschiedener ist die Mehrheit.
- Die Festlegung von Zielen ist selten ein analytischer Vorgang.
- Jedes Ziel, jede Strategie beinhaltet auch ein „Nein“. Falls es kein „Nein“ gibt, ist es auch kein Ziel bzw. keine Strategie!
- Ist das Ziel so attraktiv, dass es sich lohnt, sich dafür anzustrengen?
- SMART? Sind die Ziele spezifisch, messbar, anziehend, realistisch, terminiert?
- Ziele finden ist cool, doch nur 10 % der Zielerreichung!
10 Gedanken zur Zielerreichung
- Ziele, wenn sie stark genug sind, sind magnetisch. Sie ziehen Lösungen an.
- Besser ein paar wenige – große – Ziele, als viele kleine.
- Eintragen in die Agenda.
- Einbau in die tägliche Routine.
- Das Wichtige dringlich machen.
- Disziplin muss man nicht üben! Disziplin kann man trainieren.
- Das „Warum“ im Team klären!
- Große Ziele herunter brechen – Kanzleiziele, Teamziele, Mitarbeiterziele – und Mitarbeiter zur Zielerreichung einladen.
- Feedbackschleifen organisieren.
- Erfolge feiern!
Klientenveranstaltungen NICE
12.05.2023Nachdem Corona die gesamte Branche lange Zeit fest im Griff hatte und vieles verunmöglichte, was Steuerberatern lieb und wichtig war, wird es nun endlich wieder Zeit für persönliche Begegnungen und den zwischenmenschlichen Kontakt, den alle so oft schmerzlich vermisst haben.
Wann haben Sie die letzte Kanzleiveranstaltung organisiert? Möglicherweise ist das schon eine geraume Zeit oder vielleicht schon viel zu lange her. Nun, der Frühsommer aber auch der Herbst sind wunderbare Jahreszeiten dafür. Laden Sie liebgewonnene Klienten, neue Klienten oder auch spannende Unternehmer zum gemeinsamen Kanzleievent ein.
Wenn Sie eine Veranstaltung schon planen, dann gehen Sie NICE - Noch intelligenter, cleverer, effektiver - vor.
Um Ihnen die Organisation und Umsetzung einer Klientenveranstaltung zu erleichtern, finden Sie im Downloadbereich die Projektübersicht Klientenveranstaltungen. Sie finden dort alle wichtigen Fragen rund um Klientenveranstaltungen sowie einen musterhaften Ablaufplan für die Maßnahmen vor, während und nach der Veranstaltung.
Gutes Gelingen!
In einem aktuellen Beitrag (14.03.2023) in accountingtoday sind die 20 größten Herausforderungen der amerikanischen Steuerberater aufgelistet. Hier die freie Übersetzung der dort genannten Problemfelder:
- Mitarbeiter gewinnen
- Steigende Gehälter
- Kapazitätsengpässe
- Ausbrennen
- Mitarbeiter halten
- Know-How verlieren
- Mit der Technologie mithalten
- Kosten der IT
- IT-Sicherheit
- Passende Dienstleistungen für die Klienten
- Sich von nicht passenden Klienten trennen
- Preisdruck
- Beratung ausbauen
- Wandel bewältigen
- Up-to-Date bleiben
- Regulatorischer Druck
- Remote Work
- Kanzleiverkäufe - Konzentrationsprozess
- Noch stärkerer Wettbewerb
- Wirtschaftliche Risiken der Klienten
Ich denke, dass diese Liste in weiten Teilen auf den deutschsprachigen Markt übertragbar ist.
Wie ist Ihre Meinung?
Und übrigens ... all diese Herausforderungen können bewältigt werden. Ich sehe darin vor allem Chancen, Chancen, Chancen ....
Vom Rückblick über den Einblick und Durchblick zum Ausblick und Weitblick.
Rückblick: Über viele Jahre wurden Steuerberater vor allem für den Rückblick bezahlt. Eine saubere und perfekte Dokumentation der Vergangenheit stand im Fokus der Arbeiten.
Einblick: Immer wieder einmal verlangten und bezahlten die Klienten auch das Know-How des Steuerberaters für Einblicke in ihr Unternehmen bzw. ihre wirtschaftliche Situation. Z.B. betriebswirtschaftliche Analysen des Status Quo, steuerliche Optimierung der Ist-Situation, etc.
Durchblick: Sukzessive wurde und wird es wichtiger, auch das Geschäftsmodell der Klienten zu verstehen - es zu durchblicken. Und dabei auch die im Unternehmen stattfindenden Prozesse, insbesondere im Rechnungswesen, zu durchschauen. Ein signifikanter Mehrwert für den Klienten entsteht durch das Prozess-Know-How des Steuerberaters und dessen Team.
Ausblick: Liegen in der Folge von optimierten Prozessen (fast) tagaktuelle Ergebnisse vor und besteht eine Nähe des Steuerberaters zum Klienten, gewinnt der Ausblick mehr an Bedeutung. Wo sind Verbesserungen möglich? Steuerlich? Wirtschaftlich? In den Abläufen? Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Es ist der Wandel hin zum Steuerberater als Orakel. Klienten werden vor allem für dieses Know-How bezahlen und weniger für die Dokumentation der Ergebnisse/Daten/Fakten. Es beginnt die Ära der Berater.
Weitblick: Klienten werden mehr und mehr für jene Berater zu zahlen bereit sein, die mit ihnen einen weiteren Ausblick - einen Weitblick - entwickeln. Welche Maßnahmen sind notwendig, um langfristig das Unternehmen abzusichern? Welcher Grundlagen und Entscheidungen bedarf es, um nachhaltig/dauerhaft die unternehmerischen und privaten Ziele zu erreichen? Im fünften und sechsten konzentrischen Kreis der Automatisierung habe ich diese - noch etwas unscharfe - Zukunft bereits dargestellt.
Für welche Blicke werden aus Ihrer Sicht Steuerberater in Zukunft bezahlt werden?
Sprechen Sie mir Ihrem Team doch einmal darüber.
Ich freue mich auf Ihre Meinung!
Ein herzliches Danke aus Tirol an alle Teilnehmer, die mutig und ausdauernd genug waren, mich beim Projekt „12“ am Ötztaler Urweg zu begleiten. Coaching abseits des Seminarraumes zu machen war für alle eine völlig neue und, wie einstimmig resümiert wurde, auch äußerst spannende Erfahrung. Selbst jene Kollegen, die eigentlich gar nicht zu der Gruppe der passionierten Wanderer gehörten, waren am Ende des Tages begeistert. Die Wege im Ötztal boten eine einmalige Kulisse für energievolle Auseinandersetzungen und spannende Gedankengänge. Ich darf im Namen meiner Kunden hier erzählen, dass das Coaching beim Gehen einiges in Bewegung gebracht hat und auch, wenn der Eine oder Andere abends müde war, so waren alle über die geleistete „Arbeit“ hoch zufrieden.
Bei soviel Zustimmung kann gut sein, dass es das Projekt „12“ auch 2022 wieder geben wird. Sollten Sie jetzt schon daran Interesse haben, schreiben Sie mir ganz einfach . Ich freue mich, von Ihnen zu hören!
Ein GROSSSES Danke auch an alle Teilnehmer, die mit Ihrer Teilnahme und Ihrer ganz persönlichen Spende zusätzlich noch mein Herzensprojekt #Nullkommanullnulleins unterstützt haben.
Bilder eines Weges
Nach rund einem Jahr im Homeoffice hat sich Google etwas überlegt, um seinen Mitarbeitern zu helfen, den Tag besser zu strukturieren – der „Daily Plan“. In Anlehnung an den Google Daily Plan haben wir einen Tagesplan für Steuerberater erstellt, den Sie hier downloaden>>> können.
Bevor Sie in den Tag starten, sammeln Sie kurz Ihre Gedanken und überlegen Sie, wofür Sie heute besonders dankbar sind. Notieren Sie dann Ihre Top-3 Aufgaben des Tages. Nummer eins sollte dabei jene Aufgabe mit der höchsten Priorität sein.
Time Out! Legen Sie einen Zeitraum fest, in welchem Sie nicht gestört werden – von niemandem! Nicht von Kollegen, Klienten und auch nicht von Partnern/Inhabern. In dieser Hochleistungszeit kümmern Sie sich hochkonzentriert um Ihre wichtigsten Aufgaben. Am besten planen Sie Hochleistungszeit in einer Phase des Tages ein, in der Sie am leistungsfähigsten sind. Deep Work ist das Motto!
Enorm wichtig für die Produktivität sind regelmäßige Pausen. Räumen Sie dabei auch Ihren Schreibtisch auf! Clean Desk hilft ungemein. Unser Gehirn ist ein großer Energiefresser, wenn wir hochkonzentriert arbeiten. Durch regelmäßige Pausen wird der Energievorrat aufgeladen, um länger hochkonzentriert arbeiten zu können. Wenn viel am Bildschirm gearbeitet wird, gilt in der Pause Augen weg von allen Bildschirmen und Displays! Es bringt nichts, in der Pause am Handy herumzuspielen.
Unangenehme Aufgaben werden gerne aufgeschoben. Überlegen Sie sich am Ende jedes Tages, welche unangenehme Aufgabe Sie aufgeschoben haben. Diese Aufgabe erledigen Sie am nächsten Tag als erstes, noch bevor Sie Ihre E-Mails checken!
Mit Hilfe des Stundenplans können Aufgaben und Meetings einer bestimmten Zeit zugeordnet werden.
Wenn Sie Führungskraft und/oder routinierter Mitarbeiter sind, überlegen Sie sich auch, welche Aufgaben nicht unbedingt von Ihnen persönlich erfüllt werden müssen. Erst durch Delegation wird es möglich, sich um die wichtigsten Aufgaben der Führung einer Kanzlei bzw. eines Teams zu kümmern.
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