Wie schön es in Ischgl war ... am Besten zu erkennen durch ein Foto!
Erfolgreiche Kanzleientwicklung ist eine Frage der richtigen Balance.
Ideal ist ein - natürlich instabiles - Gleichgewicht zwischen leicht zu großen Aufgaben und einer etwas zu großen Struktur.
Zu große Aufgaben:
Auch hier ist Balance gefragt - und zwar die sehr delikate, etwas mehr Arbeit zu haben als Köpfe, die diese bewältigen. Menschen lernen vor allem dann, wenn sie gefordert werden. Aber Achtung: Sie lernen nicht, wenn Ssie überfordert werden ... da geraten sie eher in Panik!
Auch nicht alle Mitarbeiter brauchen "etwas zu große Aufgaben". In einer Kanzlei, in der mehr als die Hälfte der Mitarbeiter "mehr können wollen" als bisher, mache ich mir keine Sorgen um die Kanzleientwicklung.
Zu große Struktur:
Leider hinkt die Managementfunktion in Steuerberatungskanzleien etwas hinterher. Nie ist genug Zeit für Entwicklung. Erstellen Sie einfach mal eine Liste Ihrer derzeit offenen Aufgaben zu den Themen:
- Mitarbeiterentwicklung
- Qualitätsmanagement/Prozessoptimierung
- Marketing/Klientenbeziehung
- EDV und Technologie
- Honorargestaltung
- sonstige Managementaufgaben
Sie werden erkennen, was da noch zu tun ist. Wichtige Aufgaben, die nur darauf warten, erledigt zu werden.
Auch die Organisationsstruktur hinkt oft der Kanzleientwicklung nach; es fehlt die 2. Führungsebene (siehe auch "Wenn es an der Spitze eng wird").
Meine Beobachtungen zeigen immer wieder, dass überdurchschnittliche Erfolge gelingen, wenn diese Balance zwischen etwas zu großen Aufgaben und einer leicht zu großen Struktur gelingt.
Ihre Meinung?
Schon vor einiger Zeit habe ich im Blog gefragt, welche Fragen Sie im Zusammenhang mit Kanzleimanagement bewegen. Die Resonanz war leider ziemlich gering. Ich ziehe daraus allerdings nicht den Schluss, dass jeder von Ihnen wunschlos glücklich ist.
Im Zusammenhang mit der derzeitigen Wirtschaftslage (die allerdings in den Steuerberatungskanzleien noch nicht in vollem Ausmaß spürbar ist), muss es offene Fragen geben. Sei es zu Auftragsgewinnung, Klientenbindung, Krisenprävention, Kanzleistrategie etc.
Ich freue mich, wenn es hier zu einem Austausch darüber kommt, was Ihnen unter den Nägeln brennt. Es wird von Vorteil für Sie sein, weil ich dann genau diese Themen in den nächsten Ausgaben des Newsletters bearbeiten kann.
Also zögern Sie nicht - wo brennt es?
Über "Fragen Sie Stefan" können Sie mir alle Fragen rund um das Kanzleimanagement stellen. Gerne beantworte ich sie. Auch hier im Blog möchte ich Ihnen die Gelegenheit bieten, Fragen zu stellen. Ich weiß, dass Steuerberater offene Fragen haben - besonders zur Honorargestaltung. Kommt nämlich eine Gruppe Steuerberater zusammen, dann vergeht nicht allzu viel Zeit und sie landen beim Thema "Honorar". Ich meine, es ist Zeit, viele Missverständnisse aufzuklären. Erfolgreiche Honorargestaltung ist wirklich einfach. Sie sind nicht dieser Meinung? Fragen Sie mich!
Im kürzlich erschienen Buch „Überflieger“ lüftet Malcolm Gladwell das Geheimnis der Professionalität. Auf den Punkt gebracht lautet es:
Üben, üben, üben … oder bekannter unter dem Sprichwort „Ohne Fleiß kein Preis!“.
Nicht Talent macht den Unterschied zwischen Durchschnitt und Spitzenleistung. Nein, es sind 10.000 Stunden oder rund 10 Jahre intensive Beschäftigung mit einer Sache notwendig, um ein Spitzenkönner zu werden.
Schenkt man dieser Aussage Glauben, könnte das leicht zu Frustrationen führen. So in die Richtung „… na, dann kann ich es ja gleich lassen – das ist mir einfach zu anstrengend …“ oder „… wer will denn schon Spitze werden, mir reicht der Durchschnitt auch …“
Andererseits könnte man daraus auch den einen oder anderen Schluss ziehen; wie z.B.:
- Früh zu beginnen (mit welcher Sache auch immer), erhöht die Chancen, darin wirklich gut zu werden.
- Was können wir in der Kanzlei tun, damit Mitarbeiter „früh genug“ beginnen können? Z.B. in der Übergabe von Führungsaufgaben, um in 10 Jahren einen echten Profi an der Seite zu haben?
- Wie können wir Mitarbeiter coachen, damit sie mehr Übungsgelegenheiten haben?
- Wie könnte ich selbst zu mehr „Übungsgelegenheiten“, z.B. in meinem Fachgebiet bzw. meinen besonderen Fähigkeiten, kommen?
Gladwells Aussage „üben, üben, üben …“ kann ich nur unterstreichen. Meine Wahrnehmung ist, dass die echten Profis in der Steuerberatungsbranche tatsächlich mehr „üben“, sei es in Ihrem (Spezial- )Fach oder im Kanzleimanagement.