Mag. Stefan Lami - Steuerberatung - Unternehmensberatung

Werbeagentur Linz

Wer kann mit wem - und warum?

Jeder kann zum Spirit des Team seinen Teil beitragen

02.03.2011

Erfolgreiche Arbeitsteams – wer würde sich das nicht wünschen? Gute Arbeitsteams entstehen aber nicht zufällig. Nicht einfach, weil Mitarbeiter zusammen arbeiten müssen, entsteht notwendigerweise das, was wir als optimal bezeichnen würden. Häufig geben die Teammitglieder dem nicht näher bezeichneten Anderen die Schuld, dass das Zusammenarbeiten nicht so toll funktioniert. Dabei wird das Andere ganz unterschiedlich bezeichnet: Der zu große Leistungsdruck in der Kanzlei, eine unfähige Teamleitung, unzureichende Arbeitsmittel, das zu kleine Büro, der ungemütliche Kollege, oder gar der „herausfordernde“ Kunde verhindert, dass man, im Team erfolgreich zusammenarbeiten könne …

Teamarbeit ist weit mehr, als dass unterschiedliche Menschen, am selben Ort zur selben Zeit, mehr oder weniger gemeinsam Arbeiten. Erfolgreiche Teamarbeit hat sehr viel damit zu tun, wie die beteiligten Menschen das Miteinander gestalten und wie gut sie einander „riechen“ können, wie sympathisch sie einander sind.

Sympathie ist machbar Frau Kollegin!

Wir gehen im Allgemeinen zu gerne von der Annahme aus, dass Sympathie eine Eigenschaft wäre, die jemand hat oder nicht – Punkt um! Diese Grundhaltung ist ebenso passiv, wie sie falsch ist. Übersehen wird dabei, dass wir alle die Fähigkeit haben, Sympathiewerte zu fördern oder sie sogar selbst herbei führen können. Damit wird Sympathie zu einem höchst aktiven Geschehen und von der Anstrengung eines jeden Einzelnen abhängig. Diese Tatsache mag vielen als unbequem oder gar als moralisch bedenklich erscheinen. Denn, wer mit Aktivität sympathisch sein will, erntet manchmal mehr Ablehnung als Zutrauen. Meine Überzeugung ist jedoch, dass die Sichtweise, Sympathie erschaffen zu können, etwas absolut befreiendes und förderliches, ja freudvolles hat: „Jeder kann so seines Glückes Schmied sein!“

Die besten Voraussetzungen für Teamgeist

Teamleiter, Kanzleiinhaber und Führungskräfte versuchen immer wieder ideale Arbeitsteams zusammen zu stellen. Gesucht werden hochqualifizierte Fachkräfte, um das geplante Arbeitsteam mit einem breiten Fächer an Kompetenzen auszustatten. Was selbst bei hoch bezahlten Spitzenfußballern nicht funktioniert – siehe aktuell als prägnantes Beispiel Real Madrid – funktioniert auch in Arbeitsteams nicht. Es ist nicht die Summe der Stars oder der Qualifikationen, die den Erfolg bringt, sondern das tiefe gegenseitige Verständnis von zumindest einigen wichtigen Teamspielern. Wir bevorzugen alle die Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten, mit Verständnisvollen. Kurz: wir wollen mit Kollegen zusammenarbeiten, mit denen die Chemie stimmt.

Damit Verbundenheit, Vertrauen, Verständnis und der Wille zur Zusammenarbeit entstehen können, hat die Psychologie sogenannte „Beschleuniger“ identifiziert. Demnach sind die folgenden fünf Kriterien wesentlich dafür verantwortlich, dass Sympathie schneller entstehen kann:

  • Offenheit
  • Räumliche Nähe
  • Präsenz
  • Gemeinsamkeit
  • Umstände, Umfeld

Offenheit
Offenheit bedeutet, dem Kollegen Einblick in die eigene Weltsicht und Befindlichkeit zu erlauben. Genau damit schaffen wir in zwischenmenschlichen Beziehungen jene Atmosphäre in der tiefes und damit lang andauerndes und tragfähiges Vertrauen entstehen kann. Berufliche Verbindungen sind – zu Recht – charakterisiert durch den Austausch von sachlichem Wissen und Information. Die emotionale Komponente, die entscheidend mitverantwortlich ist für das Entstehen von qualitativ hohem Teamspirit, kommt dabei allerdings oft zu kurz.

Räumliche Nähe
Räumliche Nähe bedeutet immer auch Informationsnähe. Selbst alle modernen Techniken, wie E-Mail, Videokonferenzen oder der schnelle Griff zum Mobiltelefon, können die räumliche Nähe nicht ersetzen. Wer in einem gemeinsamen Büro arbeitet, kann spontan kommunizieren. Ungeplante, zufällige und normale Gespräche können passieren, wenn Menschen zur selben Zeit am selben Ort, möglicherweise noch am selben Problem, arbeiten. Niemand läuft extra den Gang hinunter, oder gar in den nächsten Stock, um eben eine Kleinigkeit nachzufragen oder abzuklären. Genau diese direkte Kommunikation ist es aber, die tiefere Kontakte und langfristige soziale Beziehungen begünstigt.

Präsenz
Präsent zu sein bedeutet achtsam zu sein. Nicht nur den Anderen gegenüber, sondern auch sich selbst. Wer es versteht, eine Balance zwischen dem „Wir“ und dem „Ich“ herzustellen, nimmt deutlich wahr, wie es dem Kollegen oder dem Kunden geht und kann sich daher als Person selbst einbringen. Achtsamkeit heißt in diesem Fall, aktiv auf andere zugehen, aktiv Zuhören und zu reagieren. Das können Kundenwünsche genauso sein, wie die Probleme, die eine Kollegin mit einer kniffeligen Aufgabe hat.

Gemeinsamkeiten
Menschen, die sich gemeinsame Interessen oder Vorlieben teilen, verstehen sich  auf Anhieb besser. Allerdings begegnen wir im Alltag vielen Menschen, mit denen uns, zumindest auf den ersten Blick, wenig verbindet. Wenn wir jedoch bereit sind, unseren Fokus vermehrt auf die Ähnlichkeiten zu richten, als auf das Trennende, dann wird es deutlich leichter, mit diesen Menschen eine Verbindung zu schaffen. Das können völlig unterschiedliche Dinge wie Musik, Sport, Humor, gleiche Aufgabenstellungen, das gemeinsame Arbeiten an einem Fall usw. sein. Das Erkennen von Ähnlichkeiten wirkt sich jedenfalls bei der gemeinsamen Aufgabenbewältigung im Team weitaus unterstützender aus, als die ständige Fehler- oder Defizitsuche.

Umstände, Umfeld
Ist Ihre Arbeit für Sie eine Herausforderung oder längst schon Alltagroutine? Wie empfinden das Ihre Kollegen? Wer Belastungen, Herausforderungen oder beispielsweise die Strapazen des Aufbaus eines Teams gemeinsam gut gemeistert hat, hat die besten Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche und stimmige Zusammenarbeit. Die intensive Erfahrung gemeinsam durchgestandener Schwierigkeiten hält lange vor und trägt entscheidend dazu bei, dass Teams auch zukünftige Herausforderungen gut meistern können. Ein besonderes Qualitätsmerkmal für Teams ist der Umgang mit Konflikten oder unterschiedlichen Meinungen. Das Ziel ist, Auseinandersetzungen auf eine gesunde Art und Weise zu führen: Es geht um die Sache und nicht um persönliche Eitelkeiten. Teams, die derartig zusammenarbeiten, habenenorme Vorteile gegenüber Teams, in denen zwar wenig gestritten wird, allerdings unter den Fassaden die scheinbare Harmonie längst schon bröckelt, oder innerlich die einzelnen Teammitglieder schon gekündigt haben.

„Erfolg“ im Team, ist immer ein Gewinn

Von Aristoteles stammt folgender banaler Satz: „Glück ist die Folge einer Tätigkeit“. Arbeitsbeziehungen unterliegen den allgemeinen Regeln menschlicher Beziehungen. Es ist daher wenig überraschend, dass unser aktives Zutun messbare Erfolge von Leistungen bewirkt. Die Energie, die Freude und Begeisterung, die erfolgreiche Teams verbindet, kommt nicht von ungefähr. Jedes Teammitglied ist dafür verantwortlich und kann damit am Teamspirit mitwirken. Gute Gefühle wirken dem Alltagsstress entgegen und regen sogar unser Immunsystem an. Sie fördern die Leistungen unseres Gehirns. Glückliche Menschen sind nicht nur kreativer, sondern lösen Probleme schneller und besser. Glückliche Menschen sind auch nettere Menschen, sie sind aufmerksamer und eher bereit das Gute im anderen zu sehen – womit der Kreis sich wieder schließt.

Fazit

Wer glaubt, alleine fachliche Qualifikation zeichnet erfolgreiche Teams aus, der irrt gewaltig. Erfolgreiche Teams unterscheiden sich von weniger erfolgreichen dadurch, wie es den einzelnen Teammitgliedern gelingt das soziale Miteinander zu gestalten. Teamspirit zu entwickeln braucht Raum und Zeit, der im beruflichen Alltag nicht – oder nicht ausreichend – zur Verfügung steht. Die Möglichkeit zur Kommunikation und Freiraum zur aktiven Gestaltung des Teamgefühls, wirken sich messbar auf die Leistung der Teammitglieder aus. Gemeinsame Erlebnisse unterstützen das produktive Miteinander. Die Palette reicht dabei von regelmäßigen Teammeetings, über das gelegentliche Glas Wein nach Feierabend oder das Erleben eines gemeinsamen Ausflugs oder einer größeren Teamaktivität.

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