Mag. Stefan Lami - Steuerberatung - Unternehmensberatung

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Rückblick Kanzlei-Summercamp 2011

von Stefan Lami

26.07.2011

Wie Teams funktionieren - nicht nur theoretisch, sondern in der Praxis - erlebten Mitarbeiter aus 3 Kanzleien beim Kanzlei-Summercamp 2011 "Glück im Team".

Vorträge, Teamaktivitäten, geselliges Beisammensein, Tiroler Berge, Spannung bei der Kanzlei-Summercamp-Trophy - 1 1/2 Tage, die trotz durchwachsenen Wetters den Teilnehmern in Erinnerung bleiben.

Mehr zum Kanzlei-Summercamp finden Sie hier>>>

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Puls 2011 - Brennpunkt Partnerschaft

von Stefan Lami

16.06.2011

"Partnerschaft" ist ein heißes Thema im Berufsstand. Ab einer gewissen Kanzleigröße ist die ideale Organisation einer Partnerschaft ein Frage, um die man nicht herum kommt. Nur 13 % der Teilnehmer der letzten Puls 2011 - Abfrage sind Alleininhaber (und wollen es auch bleiben).

Nur ein Drittel der Steuerberater ist rundherum mit der Partnerschaft zufrieden. Daran sollten all jene denken, die in den nächsten Jahren eine Partnerschaft eingehen möchten.

Nahezu alle "Lehren", die es im Privatleben zu Partnerschaft gibt, gelten uneingeschränkt auch für die Kanzleipartnerschaft. In Vorbereitung ist eine Veranstaltung zu diesem Thema. Bitte schreiben Sie mir, wenn Sie daran Interesse haben.

Bitte lesen Sie auch den Beitrag "Partnerschaftem - ein Erfolgsmodell?"

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Puls 2011 - Erledigungsstand

von Stefan Lami

16.06.2011

Bereits zum zweiten Mal habe ich abgefragt, wie der Erledigungsstand Ende März in den Kanzleien ist.

Ich bin erfreut über das Ergebnis. Meine Freude ist aber irrelevant. Wichtig ist, dass Klienten und Banken schneller an die gewünschten und notwendigen Informationen kommen.

Der Erledigungsstand ist immer noch nicht "berauschend" gut, eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist jedoch festzustellen.

Lesen Sie dazu auch "Zurück in die Zukunft"
Oder gehen Sie zu stefan.in.motion "Paradigmenwechsel in der Steuerberatung"

... übrigens - Ihre Meinung zu dieser Entwicklung interessiert mich (... und wahrscheinlich viele Kollegen). Nutzen Sie den Blog mit seiner Kommentierfunktion!

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Ergebnisse "Von Werten und Prinzipien"

von Stefan Lami

21.04.2011

Zur Vorbereitung des Kanzlei.Management.Forums "Von Werten und Prinzipien" habe ich eine Befragung unter allen Newsletterbeziehern durchgeführt. Vielen Dank an alle, die den Fragebogen beantwortet haben.

Für das Ergebnis klicken Sie bitte hier>>>

Darin finden sich die Meinungen von rund 160 Kollegen wieder. Das Bewusstsein um die Bedeutung eines Kanzleileitbildes ist enorm hoch. Bei der Frage, des Messens der Einhaltung - und damit des Lebens der Leitlinien - trennt sich die Spreu vom Weizen.

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Zusammenarbeit im Team

von Stefan Lami

02.03.2011

Die erste Abfrage im Jahr 2011 - Puls 2011 - brachte ein extrem typisches Befragungsergebnis. Die Gauß'sche Normalverteilung hat sich wieder zur Gänze bestätigt. Der Drang nach der Mitte ist ganz offensichtlich. - besonders wenn die Fragestellung "heiß" ist.

Fast 2/3 der rund 140 Teilnehmer meinten zur Zusammenarbeit im Team "gut - aber es wäre doch einiges möglich". Ziemlich genau gleich viele Stimmen entfielen auf eine bessere und auf eine schlechtere Teamarbeit. So weit die Meinung der - so schätze ich - überwiegend Inhaber, Partner und Führungskräfte.

Was können Sie nun mit dieser Frage bzw. diesem Ergebnis tun? Falls Sie zur deutlichen Mehrheit gehören, könnten Sie sich denken "o.k. anderen Kanzleien geht es gleich wie unserer". Fall Sie in der Minderheit einer ausgezichneten Teamarbeit sind, könnten Sie sich entspannen und Ihre bisherigen Maßnahmen für Teamarbeit fortsetzen. Und falls Sie zu der Minderheit schlechter Teamarbeit gehören, sollten Sie dringend handeln!

Allen - ja wirklich allen - empfehle ich, diese Frage anonym von ihrem Team beantworten zu lassen. Vergleichen Sie dann Ihre Einschätzung, mit der Ihres Teams. Falls Sie daran Interesse haben, bitte schreiben Sie mir. Mit Hilfe der Polleverywhere-Technologie kann ich diese Befragung anonym für Sie durchführen.

Eine weitere Empfehlung, die ich guten Gewissens allen Kanzleien aussprechen kann, ist die Teilnahme am Kanzlei-Summercamp 2011 - "Glück im Team".www.kanzlei-summercamp.at - bitte beachten Sie auch das Gewinnspiel (rechts oben auf der Kanzlei-Summercamp-Homepage) und den Frühbucherbonus bis 31.03.2011!

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Zufriedenheit 2010 und Chancen 2011

von Stefan Lami

05.02.2011

Antworten auf die Frage nach der Zufriedenheit sind naturgemäß individuell und emotional geprägt.

Es liegen den Antworten zwar eine Fülle von Zahlen, Daten und Fakten zu Grunde. Letztendlich ist die Einschätzung jedoch eine sehr persönliche, da die Zufriedenheit von den damit verbundenen Erwartungen abhängt.

Wie auch immer die Zusammenhänge im einzelnen sind, von jenen knapp 200 Kollegen, die bei der letzten Umfrage Puls 2010 mitgestimmt haben, sind 72 % äußerst zufrieden oder zufrieden. Rechnet man dann noch die 20 % "mehr oder weniger zufriedenen" Stimmen mit ein, erkennt man das enorm hohe Zufriedenheitsniveau in der Branche. Erstaunlich? Überraschend?

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Wieder stimmten rund 200 Steuerberater mit zum Fragen rund um Geschäftsprozesse und Produktivitätspotenziale. Die Ergebnisse sind beeindruckend.

Zum Produktivitätspotenzial mittels IT:

Etwas mehr als die Hälfte (53 %) der Teilnehmer an Puls 2010 sieht ein durchaus beträchtliches Produktivitätspotenzial (11- 25 %) durch den Einsatz modernster IT-Lösungen. Nur 16 % sehen ein geringes Potenzial, was erklärt werden kann, dass sie bereits alle vorhandenen Technologien höchst effizient einsetzen.

Ich gehöre eher jenen Vertretern, die ein extrem hohes Potenzial sehen. Eine Begründung dafür ist, dass ich immer wieder beobachte, dass nicht einmal die derzeit üblichen und bestehenden IT-Werkzeuge optimal genutzt werden - beginnend bei den typischen Office-Anwednungen.

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Rückblick Peak.Performance.Program 2010

von Stefan Lami

17.12.2010

Acht Steuerberater aus Österreich und Deutschland haben im November 2010 die weite Reise zum Peak.Performance.Program nach Pucón/Chile auf sich genommen.

Der Weg hat sich gelohnt. So die einstimmige Meinung. Mit großen Vorhaben, klarem Blick auf ihre Ziele und einer Riesenportion an Energie für deren Realisierung haben sie die Rückreise angetreten.

Liebe Peak.Performer 2010 - vielen Dank für Euer enormes Engagement!

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In der Oktoberabfrage zu Puls 2010 war die Beteiligung sehr hoch. Rund 200 Antworten bilden die Grundlage für die Ergebnisse. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben.

Zur betriebswirtschaftlichen Beratung:


Die Antworten weichen deutlich von den üblichen Branchenzahlen ab. Im Branchenschnitt liegt der Anteil der betriebswirtschaftlichen Beratung am Gesamtumsatz um die 3 %.

Bei den teilnehmenden Kanzleien dagegen verzeichnen die Hälfte mehr als 6 % bwl. Beratung. Und mehr als 20 % der teilnehmenden Kanzlein liegen über 10 % bwl. Beratungsanteil!

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Die Beteiligung bei Puls 2010 war über die Sommermonate geringer als in den übrigen Abfragen. Die Aussagen sind trotzdem äußerst spannend. Danke für Ihre Meinung!

Zur Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2010:


Die Umsatzentwicklung entspricht ziemlich genau den Umsatzerwartungen, die ich zu Beginn des Jahres abgefragt habe. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Nur 14 % der Kanzleien haben Umsatzrückgänge zu verzeichnen. 86 % hielten oder steigerten den Vorjahresumsatz; 23 % (also fast ein Viertel) erzielten deutliche Umsatzzuwächse! Es wird die unterschiedlichsten Ursachen für dieser Veränderungen ergeben. Bei einem durchschnittlichen Wachstum des Steuerberatungsmarktes von rund 2 bis 4 % sind die vorliegenden Ergebnisse deutlich über dem Branchenmittel.

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Wieder waren es fast 200 Steuerberater, die durch Puls 2010 ihre Meinung zu Fragen in der Steuerberaterbranche ausgedrückt haben. Herzlichen Dank für dieses Engagement. Die Ergebnisse - und die Schlüsse daraus - sollten die investierte Zeit rechtfertigen.

Nutzen Sie zur Abrundung der Ergebnisse auch die angeführten weiteren Beiträge.

Zur Proaktivität:


Die Mehrheit der Steuerberater sieht die großen Chancen, die sich durch proaktive Beratung bieten. Genau das erwarten übrigens auch die Klienten.

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Puls 2010 - Chancen und Gewinnerwartung

von Stefan Lami

27.05.2010

Herzlichen Dank an die rund 150 Steuerberater, die die Fragen von Puls 2010 im April beantwortet haben.

Danke auch für die Anregung, die Ergebnisse noch deutlicher darzustellen. Die Charts sind nun auch als pdf-Dateien zum downloaden bereit gestellt.

Die Ergebnisse sind bestätigend. Bezeichnend ist auch deren Kontinuität.  Denn die Umfrageergebnisse der Branchenstudie bei österreichischen Steuerberatern im Jahr 2007 zeigt ein sehr ähnliches Bild in Bezug auf die größten Chancen!

Hat sich nichts geändert in den letzten 3 Jahren?

Hier nun die Ergebnisse:

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Nachlese Kanzlei-Management-Wandertag

von Stefan Lami

27.05.2010

Am 30. Juli 2010 fand der dritte Kanzlei-Management-Wandertag in Landeck statt. Bei stark gemischtem Wetter (um es vorsichtig zu umschreiben) - aber letztendlich doch mit Sonnenschein!

Die Teilnehmer nutzten den Tag, um Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu klären, Ideen zu erhalten, Energie zu tanken (in dem sie sie beim Wandern verbrauchten), die Berge zu genießen und und und

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Lieber Bernhard!
www.brugger-partner.de

Vielen, vielen Dank für Deinen Beitrag auf www.goodnewz.de zum Kanzlei.Management.Forum "Quelle Mensch". Eine bessere Nachlese zur Veranstaltung könnte ich nicht schreiben!

Hier geht es direkt zum Beitrag >>>

Liebe Freunde, Kunden, Seminarteilnehmer, Newsletterleser - die Welt ist voll von guten Nachrichten. Good Newz bietet die Plattform, diese auch zu teilen!

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Auch bei der zweiten Puls 2010 - Abfrage haben rund 200 Steuerberater teilgenommen. Vielen Dank für Ihr Engagement.

Die Ergebnisse sind hochinteressant. Knapp zwei Drittel der Steuerberater beschäftigen sich im ersten Quartal 2010 mit 2008er Fällen!

Ist das nun eine gute oder schlechte Nachricht?

Betrachtet man dieses Ergebnis gemeinsam mit den genannten größten Herausforderungen des Jahres 2010 (siehe Puls 2010 vom Februar 2010), dann ergibt sich eine neue Betrachtungsweise "Brauchen Sie tatsächlich neue Klienten?" zum Thema Auftragsgewinnung.

Gratulieren möchte ich an dieser Stelle all jenen Kanzleien, die schon einen signifikant hohen Erledigungsstand erzielt haben!

Honorarvereinbarungen setzen sich langsam aber beständig durch. Nicht unbedingt weil die Steuerberater darauf so versessen wären, sondern ganz einfach deswegen, weil es Klienten immer mehr fordern. Allerdings ist der Anteil jener Steuerberater, für die Honorarvereinbarungen im Vorhinein die Regel sind, immer noch in der Minderheit.

Das finde ich - ganz und gar nicht überraschenderweise - schade.

Lesen Sie in "Keine Überraschung beim Öffnen des Kouverts" warum das so ist.

Übrigens, haben Sie eine Frage zur Branchenentwicklung, die Sie brennend interessiert? Bitte schreiben Sie mir einfach.

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Herzlichen Dank an alle, die beim ersten Puls 2010 mitgemacht haben.

Zu den gestellten Fragen haben jeweils rund 200 Steuerberater geantwortet. Meine Einschätzung ist, dass das durchaus statistische Relevanz hat.

Die Ergebnisse sind zum Teil überraschend. Insbesondere die hohe Priorität der Auftragsgewinnung (neue Klienten) mit 38 % hätte ich in dieser Dimension nicht erwartet. Einen gewagten Schluss zu diesem Ergebnis können Sie in "Zu beschäftigt fürs Geschäft" lesen.

Die beiden nächst folgenden Herausforderungen - Mitarbeiterführung und -entwicklung (18 %) und Produktivitätsverbesserung (12 %) - waren eher als topgereihte Herausforderungen zu erwarten. In "Zur Produktivität des Wissensarbeiters" stelle ich die Sichtweise Peter F. Druckers dar. Meine Interpretation ist, dass Steuerberater vor allem die Anzahl der produktiven Stunden als Herausforderung sehen. Dazu habe ich eine besondere Betrachtungsweise "Produktivität für Kopfarbeiter"

Interessant ist, dass Mitarbeitersuche nur von 8 % der Steuerberater als größte Herausforderung gesehen wird. Insbesondere wenn man die Umsatzerwartungen für 2010 dazu im Blick hat.  Dort wäre unter der Präsmisse, dass Auftragsgewinnung die Top-Priorität ist, dass mehr Steuerberater mit rückläufigen Umsätzen rechnen.

Die Umsatzerwartungen zeichnen ein positives Bild der Branche. Es überwiegt deutlich die positive Erwartung. Diese deckt sich großteils mit den Ergebnissen der Befragung der Kammer der Wirtschaftstreuhänder: Dort gingen 18% gehen von Rückgängen aus, 27 % erwarten keine Veränderung und 57 % rechnen mit Steigerungen.

Alle, die mit Umsatzeinbrüchen rechnen - und für die natürlich die Auftragsgewinnung extrem wichtig ist - , können einen Blick auf meine Marketing-Beiträge werfen. Sicher finden Sie dort den einen oder anderen hilfreichen Tipp.

Hier im Blog haben Sie die beste Gelegenheit, die Ergebnisse zu kommentieren und mir weitere Fragen zu stellen. Nützen Sie diese einfache und kostengünstige Gelegenheit für einen Erfahrungsaustausch.

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Mit Spiel und Spaß sein Verhalten ändern

von Stefan Lami

13.02.2010

Werfen Sie einen Blick auf www.Thefuntheory.com!

Wie bringt man Menschen dazu, ihr Verhalten zu ändern. Gute Ratschläge geben? Drohen? Gut zureden?
Man kann jedoch auch den Spieltrieb - der in jedem von uns steckt - wecken!

Lassen Sie sich insipieren. Und vielleicht haben Sie auch eine Idee, die sich in der Steuerberatungsbranche umsetzen lässt. Ich bin gespannt auf Ihre Meinung.
 

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Homepage-Highlights aus Sicht der Klienten

von Stefan Lami

12.02.2010

Im aktuellen Benchmark Report "How Clients Buy 2009" wurden Kunden freiberuflicher Unternehmen in den USA befragt, welche Inhalte sie auf  Homepages von Freiberuflern als wichtig erachten. Hier das Ergebnis

Eine Interpretation dieser Grafik könnte lauten: "Wenn wir die Leistungsbeschreibung, unsere Kundengruppe und ein paar Erfolgsstories professionell darstellen, dann haben wir es geschafft ..." Andererseits könnte die Interpretation auch dahin gehen, dass eine professionelle Darstellung der ersten zwei bis drei Elemente eine Grundvoraussetzung ist. Sozusagen die "Eintrittskarte" darstellen, um überhaupt mitspielen zu können. Falls es hier also Defizite gibt, der Kunde das als "No-Go" betrachtet. Bei dieser Interpretation - zu der ich übrigens auch neige - gewinnen die anderen Homepage-Elemente eine größere Bedeutung. Nämlich die, sich von den anderen Websites und Anbietern zu unterscheiden.

Welche Interpretation haben Sie? Kommentare? Meinungen?

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Peak.Performance.Program

von Stefan Lami

17.12.2009

Das Peak.Performance.Program 2009 in kurzen Worten zu beschreiben, ist so gut wie unmöglich.  Die 3 Fotos geben nur einen Miniausschnitt wieder. Ein Video wird gerade erstellt und vielleicht kann man damit in etwa die Dimensionen der "Lifetime Experience" darstellen.

Vielen, vielen Dank an die Teilnehmer für den Vertrauensvorschuss, das enorm hohe Engagement und die tolle Woche in Pucón.

Nationalpark Huerquehue

Nach dem Reiten bei Mathias - Antilco

Aufstieg zum Vulkan Villarrica

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Eine Frage der Wertschätzung

von Stefan Lami

16.12.2009

Ein Blick über den Tellerrand der Steuerberatung tut immer gut. Vielen Dank an Bernhard Brugger www.brugger-partner.de, der mir diesen Artikel zukommen hat lassen. (Übrigens, weitere gute Nachrichten von Bernhard Brugger gibt es unter www.goodnewz.de).

Eine Frage der Wertschätzung

Eine nicht ganz ernst gemeinte Betrachtung zum Preis

www.sturm-larondelle.de

Vieles wurde über Restaurierung geschrieben. Aber eines kam in diesen Artikeln eigentlich nie vor. Das Feilschen um den billigsten Preis. Restaurator Manfred Sturm-Larondelle kommentiert das Thema im Folgenden auf seine Weise: Ich stelle das Glas Rotwein auf den alten Tisch und schlage die Zeitung auf. Mich grinsen die Hymnen dieser Tage an: „Ich bin doch nicht blöd!“, sagt mir da jemand. Suche fieberhaft nach meinem Lieblingssatz der letzten Jahre, kann ihn nicht finden. Bin fast ein wenig enttäuscht. Sollte der Geiz auf einmal nicht mehr so geil sein? Nun, in den Hirnen hat er seine Spuren hinterlassen.

Begebe mich am folgenden Morgen zu einem Kunden. Ein französischer Sekretär, 1790, Palisander furniert. Ein edles Stück, vollendet elegante Linienführung. Fein ziselierte Bronzebeschläge. Ein Stück, über das man Gedichte schreiben könnte. Ich lasse meine Hand über das rissige, teilweise lose Furnier gleiten. Sehe die Verwundungen, die dieses Stück erlitten hat. Hat die letzten Jahre bei der Tante in der Garage verbracht. Öffne ihn. Viele kleine, schön angeordnete Schubladen, teilweise ihrer Führungen beraubt, schauen mich verloren an. Drei Elfenbeinknöpfe fehlen, bei einigen anderen sind nur noch Reste vorhanden.

In solchen Momenten möchte ich die Fähigkeit besitzen, zu hören. Zu lauschen, was mir dieses Möbel erzählen mag. All die Geschichten... „Nun was meinen Sie Herr Sturm-Larondelle, lohnt es sich?“ Eine komische Frage, denke ich. Es lohnt sich fast immer. Es ist wie immer eine Frage der Wertschätzung - und des Geldes. Ich sehe in den Garten. Vor der Garage stehen ein 300er Mercedes und ein Morris Mini Cabrio. Das Gemälde an der Wand gegenüber ist kein Kunstdruck. Also eine Frage der Wertschätzung. Ich bejahe seine Frage mit warmer Stimme, die Hand auf der von Wasserflecken übersäten Schreibtischplatte.

„Nun, ich meine, es muss sich natürlich rechnen, das werden Sie verstehen. Ich bin Geschäftsmann.“ Ich übe mich im Nicht-Verstehen und schweige. Seine Frau nickt und schaut den Sekretär mit einer Mischung aus Mitleid und Ratlosigkeit an. „Sie sind uns empfohlen worden, obwohl Sie nicht billig sein sollen!“ „Wissen Sie, wir haben schon zwei Angebote; die liegen zwischen vier- und fünftausend.“ Ich nicke, mein Blick bleibt an einem gerahmten, alten Schwarzweißfoto hängen. Die Frau folgt meinem Blick. „Sehen sie Herr Sturm-Larondelle, das ist meine Urgroßmutter mit der jungen Frau daneben, meiner Großmutter...“ Die Gesichter auf diesen alten Bildern wirken immer wie schockgefroren, ohne jedes Lächeln. „ ...und da... im Hintergrund sehen Sie den Sekretär.“ Da ist er. Noch in der Blüte seiner Jahre.

Ich schaue ihn mir jetzt an und er wirkt unendlich traurig. Die Frau redet auf mich ein. Ich stelle Fragen. Sie erzählt Geschichten, die mit dem Sekretär zu tun haben. Sie tut dies mit Wärme und ihre Augen bekommen kleine Lichter. Es geht um Wertschätzung. Die Wertschätzung der eigenen Geschichte. „Verstehen sie Herr Sturm-Larondelle, wir wollen keine Unsummen für das Stück ausgeben.“ Dann fängt sie an, mir Vorschläge zu machen. Das geht so weit, dass man diese oder jene fehlende Leiste ja vielleicht günstig im Baumarkt besorgen könnte. Ihr Mann wird unruhig. „Nun ja“, sagt er, „wir wollen schon Qualität!“

Ich mache noch ein paar Fotos, während man mir in immer neuen Satzwendungen zu verstehen gibt, dass es schon um Qualität geht, aber billig soll es sein. Ich stoppe ein wenig den Redefluss und wir schauen uns einen kleinen Moment lang gemeinsam den Sekretär an. Knüpfe behutsam an die Geschichte der Frau an. Nehme den Sekretär aus der Beliebigkeit von Alltagsprodukten heraus. Versuche mit Worten, ihm etwas von seiner Würde zurückzugeben, die man ihm in der Ecke der Garage genommen hatte. Erzähle Geschichten über seine Herstellung. Ziehe behutsam eine der großen Schubladen heraus. Ich lasse ihm den Respekt zuteil werden, den er zweifelsohne verdient.

Der Mann will Aufwand und Preis der Restaurierung von mir erfahren. Ich sage ihm, dass wir auch darüber reden werden, aber nicht jetzt. Ich werde ihn anrufen. Jetzt will ich die beiden auf eine Reise mitnehmen. Ich versuche Ihnen die Einmaligkeit und den Zauber dieses alten Möbels nahezubringen, seine erlebten Geschichten. Ihre Gesichter sagen mir, dass sie den Sekretär so noch nie betrachtet haben. Als wir uns verabschieden, bin ich mir fast sicher, dass sie den Sekretär heute Abend anders ansehen.

Zwei Tage später rufe ich den französischen Sekretär an. Es wird ein längeres Gespräch. Er sagt, er hätte inzwischen meine Referenzen und all die Zeitungsauszüge goutiert. Goutiert sagt er! Schön, ich mache einen Pluspunkt auf der Liste. Er fragt mit einem Seufzer nach dem Preis. Ich erzähle noch einmal, was alles gemacht werden muss und mit welchen Materialien, dass meine Kompromissbereitschaft, was die Qualität angeht, sehr gering ist und dass eine handpolierte Schellackoberfläche ein Kunstwerk sei. Ich rede mich warm, male mit Worten. Der Sekretär hat es mir angetan. Nenne den Preis. Stille. Ich höre leise, entfernte Atemgeräusche. Ist er vom Stuhl gerutscht?

Ein zögerliches Räuspern. „Das ist teuer!“ Ich gebe ihm recht. Erneutes Schweigen. Dann, er mit frischem Elan in der Stimme: „Wie kommen wir zusammen, Herr Sturm-Larondelle?“ Der Auftakt zum Handeln. Er versteht sein „Handwerk“. Eine seltene Kunst in diesem Land. Wir einigen uns bei zwölftausendzweihundert. Er seufzt, aber ich höre sein Lächeln. Es wird eine gute Arbeit werden. Wir werden beide zufrieden sein und vielleicht, ja, vielleicht lernt auch die Urgroßmutter in dem Rahmen das Lachen wieder.

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