Eine Grundbedingung menschlichen Lebens
Was wir alle können
Gemeinhin machen wir uns wenig Gedanken, wenn es darum geht, unsere
Fähigkeit "kommunizieren zu lernen" zu hinterfragen. Jeder Säugling
saugt gewissermaßen das Kommunizieren-lernen und Sprechen-können mit der
Muttermilch auf. Welche Logik dabei eine Sprache beinhaltet, wie die
grammatikalischen Regeln funktionieren ist dabei nicht wesentlich.
Offensichtlich ist, dass wir Menschen vom ersten Tage unseres Lebens an
diese Regeln zu erlernen beginnen, und dass diese Regeln uns kaum jemals
bewusst werden. Wichtig für uns ist, dass Kommunikation Verständigung
herstellt im Sinne von: Ich werde mit meinen Wünschen und Erwartungen
verstanden und ich verstehe, was andere von mir wollen.
Worüber wir uns wundern
Fragen wir einen Menschen nach der Uhrzeit und erhalten wir darauf weder
eine Antwort noch eine sonstige Reaktion, geraten wir ins Grübeln. Sei
es, dass wir unser Gegenüber für stur halten, für taubstumm, der
deutschen Sprache nicht mächtig oder in ihm das Mitglied eines
besonderen Schweigegelübdes vermuten. Gerade seine Nicht-Reaktion gibt
uns zu Denken. Das Erstaunliche dabei: Obwohl der Angesprochene
eigentlich nicht spricht, teilt er uns dennoch etwas mit. Auch sein
Nichtsprechen enthält eine Botschaft. Unsere Leistung besteht darin,
diese Botschaft zu interpretieren. Im Falle der Frage nach der Uhrzeit
mag uns das auch nur wenig bekümmern.
Spannender, und das im wahrsten Sinne des Wortes, wird es, wenn wir mit
unserem Lebenspartner, mit unseren Arbeitskollegen, mit unseren Chefs
derartiges erleben. Die Frage nach der Nichtreaktion bekommt dort ein
völlig anderes Gewicht: Will der andere nicht mit mir sprechen? Warum
tut er das? Liegt es an mir, wie ich frage … wie ich bin? Was soll
das?
Wir können nicht nicht kommunizieren
Wie das einfache Beispiel zeigt, können wir, sobald wir anderen Menschen
begegnen, gar nicht nicht kommunizieren. In Gemeinschaft mit anderen
kommunizieren wir immer. Dabei interpretieren wir das Nichtsprechen
ebenso als Botschaft, wie das Sprechen. Gerade das Schweigen oder
Vorenthalten von Informationen führt oft zu wilden Spekulationen und
Vermutungen. Kommunikation ist, von Selbstgesprächen einmal abgesehen,
immer ein Verhalten das mindestens zwei oder mehrere Menschen
zusammenschließt. Das lateinische Wort „communicare“ steht für teilen,
mitteilen, teilnehmen lassen und bedeutet auch etwas gemeinsam machen
und vereinigen. Miteinander kommunizieren heißt demnach: Ich teile dem
anderen etwas über mich mit, oder darüber, wie ich die Dinge sehe,
welche Wünsche und Erwartungen ich habe. Bleibt dieses Mitteilen
unbeachtet oder wird es missachtet, sind wir als Mensch direkt betroffen
und fühlen uns in Frage gestellt. Wer etwas „mit-teilen“ will, will
gehört werden und Resonanz spüren.
Kommunikationsfähigkeit als Kompetenz
Egal ob im Beruf oder im Alltag: Wir befinden uns ständig im Gespräch
mit anderen Menschen. Kommunikationsfähigkeit gehört häufig zu den
Schlüsselqualifikationen.
Zum Nachdenken:
- Erstellen Sie eine Liste, in der Sie alle Tätigkeiten anführen,
die Sie alltäglich an Ihrem Arbeitsplatz erbringen. Achten Sie dabei
darauf, dass jeder Punkt mit einem Verb endet.
- In einem weiteren Schritt wählen Sie aus, welche dieser
Tätigkeiten sprachliches Geschick erfordern und welche Aktivitäten
sogar ausschließlich kommunikativer Natur sind.
Sie werden erstaunt sein, wie hoch der Anteil ist. Je höher Sie
jedenfalls die Karriereleiter steigen, desto deutlicher lässt sich
erkennen, wie viel kommunikative Kompetenz im Beruf notwendig ist.
Kommunikationstraining als Kompetenztraining
Dabei sind viele von uns unzufrieden mit der Art, wie einige unserer
Gespräche verlaufen. Schlechte Kommunikation, Missverständnisse,
mangelnde Informationsweitergabe, „zu wenig miteinander reden“ oder zu
viel „aneinander vorbeireden“ sind dabei keineswegs immer
Ergebnisse bewusster Absicht. Sie werden aber sehr oft als Auslöser für
eine Vielzahl von Problemen und Konflikten erkannt.
Kommunikation ist etwas, das wir erlernen wie beispielsweise das
Laufen. Wollen wir aber einen Marathon laufen oder Hürdenläufer werden,
wird dieses Basiskönnen nicht ausreichen. Wenn wir richtig gut darin
sein und Erfolge feiern wollen, bleiben uns Training und ständiges
Arbeiten an unseren Fähigkeiten nicht erspart. Genauso ist es mit der
Fähigkeit zur Kommunikation. Professionell werden wir darin, wenn wir
unser Basiskönnen trainieren und unsere Fähigkeiten ständig
erweitern.
www.i-communication.at
Dem Thema Kommunikation werden wir uns in Zukunft verstärkt zuwenden.
Meine Lebenspartnerin Christine Lindenthaler beschäftigt sich intensiv
mit diesem Thema und bietet Trainings in unterschiedlicher Form und
unterschiedlichem Inhalt dazu an.
Wer kommuniziert gewinnt immer. Wer professionell kommuniziert gewinnt
mehr.
Erfolgreiche Kommunikation ist eine der Grundlagen unserer täglichen
Arbeit. Wer auch in Zukunft erfolgreich bleiben will, kommt nicht umhin
seine kommunikativen Fähigkeiten zu verbessern.
Mehr dazu unter
www.i-communication.at